Story

Here you can read about the story behind my music.

Elodies Hintergrundgeschichte (German Version)

Mein Name ist Elodie Aluinn. Ich bin eine junge Zauberin aus Arkovia. Ich habe langes, rotes Haar, dass mir in Wellen bis weit über die Schulter fällt, ein Ovales Gesicht mit Stubsnase und blaue Augen. In meiner Begleitung sieht man meistens ein verfressenes Elementar Katzenwesen, namens Feuerfluff. Kurz Fluff genannt. Ich gebe zu, Fluff hat es nicht leicht bei mir, da ich sie (oftmals unabsichtig) in Situationen bringe, die sie nicht besonders mag. Nun gut,  manchmal ärger ich sie auch mit voller Absicht, sie kann dann nämlich eine ziemlich effektive Waffe werden, wenn man sie auf Gegner wirft… Aber keine Angst, als quasi unsterbliches Elementar kann sie dies ab. Nur wird sie es mir fürchte ich irgendwann übernehmen.  

Ich bin ein großer Bücherwurm und fühle mich in Bibliotheken so wohl wie ein Fisch im Wasser. Wenn ein Buch meine Aufmerksamkeit erweckt komme ich nur schwer davon los, verbringe viele Stunden damit zu lesen und zu forschen, bevorzugt über Seelenwesen und mysteriöse Begebenheiten. Leider bin ich jedoch auch ein ziemlicher Adrenalinjunkie, dessen Neugier manchmal größer ist als die Vernunft… Aber dazu später mehr.

Ich besuchte viele Jahre die Akademie von Arkovia und  derzeit lebe ich versteckt im Theater meines guten Freundes, was meine Liebe zur Schauspielerei weckte. Dort habe ich mich außerdem einer Rebellengruppe angeschlossen, welche das Theater als Treffpunkt und Unterschlupf nutzt. In meiner Kindheit reiste ich mit meinem Vater Balduin als fahrende Händler durch die Lande. Auf diesen Reisen gab ich des Öfteren kleinere Auftritte und verdiente uns  mit kleineren Zaubertricks etwas Geld dazu. Als meine Kräfte stärker wurden ging ich auf die Akademie der Stadt Arkovia, während sich mein Vater dort ein Haus mit eigenem Laden kaufte und sich dort niederließ. Er heiratete neu (meine leibliche Mutter kannte ich leider nicht sehr lange, da sie verschwand. Mein Vater erzählt mir, sie sei wohl tot) und bekam mit seiner Frau der Bäckerin Amanda zwei Kinder, die Zwillinge Helge und Hannes. Zu meiner Familie habe ich guten Kontakt, wobei es mit Helge manchmal Streit gibt.  

Apropos Streit… Diesen führe ich auch gerne mal mit mir selbst… bzw. mit einem Teil meiner selbst, den ich nicht unbedingt freiwillig in mir habe und von dem ich nicht weiß woher er kommt. Und den ich ziemlich oft gerne los wäre…

Ich bekam nie etwas von einer zweiten Persönlichkeit mit. Zwar hatte ich als Kind ein paar seltsame Wahrnehmungen, jedoch schob ich diese auf meine Magie, die langsam zum Leben erwachte.

Als ich später auf die Akademie kam lebte ich mich gut ein, gewann neue Freunde und lernte mit meiner Magie umzugehen. Ich war nicht unbeliebt, unterhielt mich gerne mit meinen Kommilitonen und genoss die Zeit in den Hallen der Magie sehr. Nach einiger Zeit kamen jedoch die Alpträume und schreckliche Kopfschmerzen begannen mich zu plagen, die ich mir einfach nicht erklären konnte. Die Heiler der Akademie, die ich daraufhin besuchte versuchten mich zu beruhigen und schrieben diese Zustände den starken Magischen Feldern und meinen raschen Fortschritten in den arkanen Künsten zu.

Doch dies trug nicht dazu bei mich zu beruhigen, denn einige Zeit später erkannte ich in den Schreien in meinem Kopf Worte und schließlich ein Bewusstsein, welches mit mir zu reden begann und auf meine Fragen und Ängste reagierte. Verstört verkroch ich mich in diesen Monaten der Verwirrtheit immer wieder, zog mich vor anderen zurück und wurde von meinen Mitschülern gehänselt, da ihnen auffiel, dass ich oft mit mir selbst redete. Nur eine Freundin blieb mir. Clara, ein recht schüchternes Mädchen, das mir zur Seite stand, mich nicht verurteilte und sich mit mir viele Stunden lang in die Bibliothek der Akademie zurückzog um unserer Leidenschaft den Büchern nachzugehen.

Währenddessen schien sich die Stimme in meinem Kopf an immer mehr zu erinnern und stellte sich mir schließlich als Daevas vor.

Die Anfeindungen der anderen Schüler und Daevas brachten mich jedoch dazu. immer wieder die Regeln der Akademie zu verletzen. Ich war an vielen Tagen übellaunig und hatte das Gefühl durch Daevas fremdbestimmt zu sein. Dieser flüsterte mir immer wieder Dinge ein, brachte mich dazu verbotenes zu tun um mich über dieses Gefühl des Kontrollverlusts hinwegzusetzen und mir zu beweisen, dass ich noch einen eigenen Willen und mein Schicksal selbst in der Hand hatte. Dadurch wurde ich leider irgendwann der Akademie verwiesen und zog bei meiner Familie ein.

Eigentlich bin ich ein vernünftiger Mensch, doch auch heutzutage lässt mich der Nervenkitzel des Fremden und auch gefährlichen nicht los, ich fühle mich dann freier und bin von meiner Situation abgelenkt. Daevas scheint zufriedener zu sein und ruhiger zu sein. Beispielsweise liebe ich das Klettern auf die Dächer Arkovias, beobachte von dort gerne die Umgebung und die Menschen und genieße die Stille dort oben. Ich habe dazu ein Versteck in einem alten verlassenen Haus, welches von den meisten Menschen gemieden wird, da es eine seltsame Stimmung der Melancholie verbreitet. Ich jedoch liebe diese Stimmung und bin neugierig die Geschichte dieses Hauses zu erfahren, in dem es zu Spuken scheint.

Im Theater verbringe ich jedoch die meiste Zeit und bin dort mittlerweile auch eingezogen. Ich sehe mir die Vorstellungen an oder stehe auch sehr gerne selbst auf der Bühne, da mir das Schauspielern sehr viel Spaß bereitet. Dadurch, dass sich meine Stimme und mein ganzes Auftreten verändert, sollte Daevas kurzzeitig die Kontrolle über mich gewissen, gelingt mir dies gut. In einem Teil des Theaters habe ich mir eine Bibliothek und ein Labor eingerichtet, in welchem ich Seelenwesen erforsche und viele Bücher und Geschichten dazu gesammelt habe. Mich interessieren Fälle wie meine, in welcher eine fremde Seele besitzt von einem Menschen ergriffen hat und dieser nun zwei Seelen besitzt. Auch Fälle von Seelenverwandtschaft und alte Sagen und Mythen zu diesen Themen interessieren mich sehr und ich bin ständig auf der Suche nach neuen Büchern und Aufzeichnungen.

Elodies Tagebucheintrag nachdem sie das erste Mal von Daevas übernommen wurde:

Ich weiß nicht wer oder was Er ist. Ich weiß nur, dass Er auf einmal da war. Ein Geräusch in meinem Inneren, wie ein störendes Piepsen im Ohr, eine innere Stimme, die einen ständig kritisiert, die auf einmal einen Namen und eine Gestalt bekommt, die einen nie in Ruhe lässt und manchmal am Rand der Verzweiflung zurücklässt. Dieses Ärgernis hat einen Namen, wie ich irgendwann erfuhr, als Er sich seiner Selbst immer mehr bewusst wurde. Dieses Ärgernis nennt sich Daevas und ich habe keine Ahnung wie lange Er noch bleiben wird und ob Er überhaupt jemals verschwinden wird. (Dir ist schon bewusst, dass ich das alles lesen kann oder?) Meine Versuche Ihn als eine temporäre Einbildung abzustempeln sind schon lange kläglich gescheitert, denn mittlerweile ist schon einige Zeit ins Land gezogen und Er haust noch immer in meinem Kopf, hat es sich dort gemütlich eingerichtet und scheint sich, aller gegenteiligen Aussagen zum Trotz, dort sogar noch wohl zu fühlen.(Elo? Hallo?… Eeeeelo?) Was Er möchte, weiß Er wohl selbst auch noch nicht genau. Ich denke es ist mehr als Frauen und Wein und die Annehmlichkeiten eines lasterhaften Lebens, auch wenn ich mir in manchen Momenten, in denen Er wieder einmal außer Kontrolle zu sein scheint, dessen gar nicht so sicher bin. Nun ob Er eine Bereicherung meines Lebens ist würde ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, es wäre eher eine Erleichterung, würde Er mir mal ein paar Stunden Ruhe gönnen. (Wenn du mal auf dein Inneres hören würdest, würdest du zugeben, dass du gar nicht mehr in Stille leben könntest) Doch sein Tatendrang scheint einfach zu groß zu sein, Er ist ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten zur Selbstdarstellung. Ich fürchte dass Er damit, erschreckenderweise, sogar manchmal Erfolg zu haben scheint. (Schon gut, ignorier mich ruhig weiter) Doch vielleicht lasse ich Ihm unterbewusst doch zu viel Freiheit und lasse zu, dass Er meine Gedanken und Handlungen bestimmt. Manchmal frage ich mich, ob ich überhaupt noch einen eigenen Willen habe oder unterbewusst die ganze Zeit gesteuert werde. Wer lenkt meine Schritte, die Worte, die aus meinem Mund kommen oder die Hand, die diese Zeilen hier schreibt? Selbst jetzt, in einem Moment, in dem ich denke, ich selbst zu sein, weiß ich nicht, ob dies wirklich so ist und mir mein Kopf oder Er nur etwas vorgaukelt? Wie viel von Elodie gibt es überhaupt noch und wer wäre ich, wenn es Ihn nicht gäbe? Manchmal frage ich mich, ob Er sich nicht manchmal genauso fühlt, aber darauf bekomme ich keine Antwort. Sein Ego scheint Schwäche nicht zuzulassen. Manchmal schaffe ich es fast, Ihn auszublenden, doch spätestens, wenn ich wieder Komplett die Kontrolle verliere beherrscht Er meine Gedanken vollends…. (Elo… geh lieber wieder deine Katze werfen, in dieser Stimmung gefällst du mir noch weniger) Wie viel ich auch zu diesem Thema erfahre und nach anderen Menschen suche, denen es genauso geht, scheint alles einfach nur viel verwirrender und komplizierter zu werden. Verliere ich langsam den Verstand? Oder noch schlimmer: Habe ich dies bereits seit langer Zeit? Sollte ich meine Lage einfach akzeptieren ohne etwas daran ändern zu wollen? Doch dann würde Er gewinnen…. Oder?

Elodies Backstory (English Version)

My name is Elodie Aluinn. I am a young sorceress from Arkovia. I have long, red hair that falls in waves well past my shoulders, an oval face with a small upturned nose, and blue eyes. I’m usually accompanied by a gluttonous elemental cat creature named Feuerfluff – or simply Fluff. I must admit, Fluff doesn’t have it easy with me, as I often (unintentionally) drag her into situations she doesn’t particularly enjoy. Well, sometimes I do it on purpose too – she can be quite an effective weapon when thrown at enemies… But don’t worry, as a quasi-immortal elemental being, she can handle it. Though I fear she might hold it against me someday.

I’m a huge bookworm and feel as at home in libraries as a fish in water. When a book catches my attention, it’s hard for me to put it down. I can spend hours reading and researching – especially on topics related to soul beings and mysterious occurrences. Unfortunately, I’m also a bit of an adrenaline junkie, whose curiosity sometimes outweighs her sense of reason… But more on that later.

I studied for many years at the Academy of Arkovia, and I currently live hidden away in the theater of a good friend of mine, which awakened my love for acting. There, I also joined a rebel group that uses the theater as a meeting place and hideout.

In my childhood, I traveled the lands with my father Balduin, working as a wandering merchant. During those journeys, I often performed small shows and earned us a bit of extra money with simple magic tricks. When my powers grew stronger, I attended the Academy in the city of Arkovia, while my father settled down there, buying a house and opening a small shop. He remarried – a baker named Amanda – and had twins with her, Helge and Hannes. I’m on good terms with my family, although Helge and I sometimes argue.

Speaking of arguments… I tend to have those with myself as well – or rather, with a part of myself that I didn’t exactly invite in, don’t know where it came from, and would often prefer to be rid of. I never noticed any sign of a second personality before. As a child, I had a few strange perceptions, but I blamed those on my magic slowly awakening.

When I later entered the Academy, I adjusted well, made new friends, and learned to control my magic. I wasn’t unpopular, I liked talking to my peers, and I greatly enjoyed my time in the halls of magic. But after a while, the strange dreams came – and terrible headaches began to torment me, which I couldn’t explain. The healers of the Academy tried to calm me, attributing my condition to the strong magical fields and my rapid progress in the arcane arts.

But that didn’t help much. Some time later, I began to recognize words in the screams inside my head – and eventually a consciousness emerged that began speaking to me, responding to my questions and fears. Disturbed and confused, I withdrew from others, hiding for months. My classmates noticed I often talked to myself and began to mock me. Only one friend remained – Clara, a rather shy girl who stood by my side, never judged me, and spent long hours with me in the Academy library, indulging our shared passion for books.

Meanwhile, the voice in my head seemed to remember more and more, eventually introducing itself as Daevas.

The hostility from the other students – and Daevas’s influence – drove me to repeatedly break the rules of the Academy. I was often in a bad mood and felt controlled by Daevas. He constantly whispered things to me, urging me to do forbidden acts, as if to prove to myself that I still had free will and control over my own fate. Eventually, I was expelled from the Academy and returned to live with my family.

Although I’m a reasonable person by nature, I still can’t resist the thrill of danger and the unknown- it makes me feel free and distracts me from my situation. Daevas seems calmer then, too. For example, I love climbing the rooftops of Arkovia, watching the world below, observing the people, and enjoying the silence. I even have a hideout in an old abandoned house that most people avoid, as it gives off a strange air of melancholy. But I love that atmosphere and am curious about the history of the house – it is said to be haunted.

However, I spend most of my time at the theater, where I now also live. I watch performances or perform myself, as I truly enjoy acting. I’ve also set up a library and a laboratory in one part of the theater, where I study soul entities and have gathered many books and tales about them. I’m fascinated by cases like mine—in which a foreign soul takes possession of a human, leaving them with two souls. I’m also deeply interested in soul connections and ancient myths and legends surrounding such phenomena, and I’m constantly on the lookout for new books and records on the subject.

Elodies journal entry after Daevas took over her for the first time:

I don’t know who or what He is. I only know that one day, He was simply there.
A noise within me – like an irritating ringing in the ear – a voice inside my head that constantly criticizes me. A voice that suddenly gained a name and a shape, one that never leaves me in peace and sometimes drives me to the brink of despair.

This nuisance has a name, as I eventually learned when He became increasingly aware of Himself.
This nuisance calls Himself Daevas, and I have no idea how long He intends to stay – or if He’ll ever disappear at all.
(You do realize I can read all of this, right?)

My attempts to dismiss Him as a temporary hallucination have long since failed miserably. Quite some time has passed now, and He still resides in my head – comfortably, it seems – and despite His claims to the contrary, He appears to enjoy it there.
(Elo? Hello?… Eeeeelo?)

What He truly wants, I doubt even He knows for certain. I think it’s more than women, wine, and the pleasures of a sinful life – though, in moments when He seems completely out of control, I’m not so sure anymore.

Whether He’s an enrichment to my life – I wouldn’t say so, at least not yet.
It would be a relief if He’d grant me a few hours of peace once in a while.
(If you’d actually listen to your inner voice, you’d admit you couldn’t live in silence anymore.)

But His urge for action seems too strong. He’s constantly looking for new ways to express Himself- and, disturbingly, He sometimes even seems to succeed.
(Fine, go ahead and keep ignoring me.)

Perhaps, subconsciously, I give Him too much freedom. Perhaps I allow Him to influence my thoughts and actions more than I realize. Sometimes I wonder if I still possess a will of my own – or if I’ve been under His control all along.

Who guides my steps, the words that leave my lips, or the hand that writes these lines right now?
Even in this very moment, when I believe I am myself, I can’t be sure whether that’s true – or if my mind, or He, is merely deceiving me.

How much of Elodie is even left?
And who would I be if He weren’t there?

Sometimes I wonder if He ever feels the same way – but I never get an answer. His ego doesn’t seem to allow for weakness.
There are moments when I almost manage to block Him out, but sooner or later, when I completely lose control again, He takes over my thoughts entirely…
(Elo… go throw your cat again, I like you even less when you’re in this mood.)

The more I learn about this, the more I seek out others who might share my fate, the more confusing and complicated everything becomes.
Am I slowly losing my mind?
Or worse – have I been mad all along?
Should I simply accept my situation, stop fighting it?
But then… He would win.
Wouldn’t He?